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RCP 8.5 wurde als unplausibles Klimaszenario revidiert. Viele Horrorszenarien zur Erderwärmung sind dadurch hinfällig. Dialog zwischen Bürgerin und Klimaforscher zeigt Spannungen rund um Wissenschaftskommunikation. Kritik an Übertreibungen und der Einfluss der Medien auf die öffentliche Wahrnehmung. Die Rolle von Worst-Case-Szenarien in der Wissenschaft wird hinterfragt.
Die Wissenschaftler haben vor kurzem das extreme Klimaszenario namens RCP 8.5 beerdigt. Dieses habe sich als «unplausibel» herausgestellt, heisst es. Unzählige Horrorprognosen der letzten Jahre, was die Erderwärmung angeht, sind damit hinfällig geworden.
Nicole Normalo: Ihr habt uns verarscht
Professor Klima: Wieso denn das?
Normalo: Jahrelang wurde uns erklärt, dass wir alle grilliert, geflutet oder weggeweht werden, wenn wir nicht sofort alles ändern. Jetzt höre ich plötzlich, die Prognose sei eigentlich gar nicht plausibel gewesen.
Professor: RCP 8.5 war nie eine Prognose, sondern ein Szenario.
Normalo: Komisch. In den Schlagzeilen hiess es aber nie: «Unwahrscheinliches Szenario tritt wahrscheinlich nie ein.» Da stand immer: «Forscher warnen vor der Katastrophe.»
Professor: Das waren Verkürzungen der Medien. Die Wissenschaft untersucht eben auch Extremfälle.
