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Der falsche Schweden-Mythos

Der falsche Schweden-Mythos
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Schweden wird oft als Paradebeispiel für demokratischen Sozialismus angesehen, doch der Dokumentarfilm entlarvt diese Sichtweise. Wohlstand entstand nicht durch, sondern trotz der sozialistischen Politik der 1970er Jahre. In den 60er- und 70er-Jahren führte der Sozialismus zu Kapitalflucht und wirtschaftlicher Stagnation. Ab den späten 1980er Jahren setzte Schweden auf marktwirtschaftliche Reformen, die entscheidend für den wirtschaftlichen Aufschwung waren. Heute liegt Schweden im Index of Economic Freedom auf Rang 11 und schneidet in vielen Bereichen besser ab als die USA. Unternehmer werden zunehmend als Vorbilder angesehen, und der Sozialneid ist niedriger als in Deutschland oder Frankreich. Das Bild Schwedens als sozialistisches Paradies vernachlässigt die Bedeutung der Rückkehr zu marktwirtschaftlichen Konzepten für den heutigen Wohlstand.

Die Fakten: Schweden gilt bei Linken weltweit als Paradebeispiel für demokratischen Sozialismus. Ein neuer, in Las Vegas ausgezeichneter Dokumentarfilm stellt diese Erzählung auf den Kopf – und argumentiert: Der heutige Wohlstand entstand nicht wegen, sondern trotz der sozialistischen Phase der 1970er-Jahre.

Warum das wichtig ist: Die hartnäckige Behauptung, Schweden sei ein Beispiel, wie Sozialismus funktionieren könnte, hält sich auch hierzulande. Genau deshalb ist es wichtig zu verstehen, was wirklich vorgefallen ist.

Die Ausgangslage: Der Dokumentarfilm «What Sweden Got Right» des Historikers Rainer Zitelmann und des Produzenten Tomasz Agnecki gewann beim Anthem Filmfestival den Preis als beste internationale Kurz-Dokumentation.