Ganz knapp: →
Michael Hug lobt den Nebelspalter, kritisiert jedoch die aggressive Polemik von Markus Schüler und Dominik Feusi. Hug wirft Schüler vor, andere nicht sachlich zu kritisieren und verwendet ständig beleidigende Ausdrücke. Die Kündigung von Feusi wegen Plagiats wird in einem Licht dargestellt, das Hugs Zweifel an der Wahrheit der Argumente von Schüler und Feusi verstärkt. Er betont, dass andere Journalisten wie Fabian Schäfer und Katharina Fontana im Nebelspalter ebenfalls für Meinungsvielfalt stehen. Hug fordert eine ernsthafte Auseinandersetzung statt persönliche Angriffe und hinterfragt die Echtheit der angekündigten Selbstkritik.
Von Michael Hug
Lieber Markus
Als Abonnent, regelmässiger Leser deiner Memos und gelegentlicher Hörer des Formats «Bern einfach» halte ich den Nebelspalter für eine Bereicherung in einer über weite Strecken uniformen Medienlandschaft. Ich habe keine Mühe mit harten Auseinandersetzungen in der Sache und mit kluger Polemik. Beides bietest du dem Publikum immer wieder. Leider sitzt dein Colt zu locker, wenn es darum geht, andere Leute abzuqualifizieren und mit Häme zu überziehen. Ich möchte da mal dagegenhalten. Da du bei jeder Gelegenheit betonst, der Nebelspalter sei eine Hochburg der Toleranz und Vielfalt, biete ich dir diesen Text gratis zur Publikation an. Ich hoffe, es passt. Wie man hört, kommt es vor, dass ihr dringend Material braucht.