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Die Anzahl der Schleudertrauma-Fälle in der Schweiz hat sich in den letzten 20 Jahren halbiert. In den 2000er-Jahren führte die Medienberichterstattung zu einem Boom an Schleudertrauma-Fällen und Entschädigungsansprüchen. Ein Bundesgerichtsentscheid 2010 erschwerte den Zugang zu IV-Renten für Schleudertrauma-Patienten, was den Rückgang der Fälle auslöste. Die sogenannte "Schleudertrauma-Industrie", die von den Renten profitierte, ist weitgehend verschwunden. Der Rückgang der medialen Aufmerksamkeit hat dazu geführt, dass weniger Menschen von Schleudertrauma überzeugt sind oder sich als betroffen betrachten.
Die Fakten: Die Zahl der Schleudertrauma-Fälle in der Schweiz hat sich in den letzten 20 Jahren rund halbiert.
Warum das wichtig ist: In den 2000er-Jahren war das Thema Schleudertrauma allgegenwärtig. Die Medien waren voll von Berichten über angebliche Betroffene, die von ihren Beschwerden und ihrem Kampf um Anerkennung und Entschädigungen erzählten. Heute aber spricht praktisch niemand mehr über Schleudertraumata. Das ist kein Zufall.
Das Zitat: «Man darf damit rechnen, dass die Zahl der Fälle rasch wieder auf ein vernünftiges Mass zurückgehen wird, wenn der Anreiz von Renten wegfällt.» (Kommentar des Autors dieses Artikels im Jahr 2010 in der «Weltwoche» nach dem Entscheid des Bundesgerichts, den Zugang von angeblichen Schleudertrauma-Betroffenen zu IV-Renten deutlich zu erschweren, online nicht verfügbar)
