Ganz knapp: →
Carsten Schneider, deutscher Umweltminister, besuchte Tschernobyl wegen der undichten Schutzhülle des Reaktors. Er bezeichnete die Situation als erhebliche Gefahr für Deutschland, was viele als übertrieben erachten. Eine solche Gefährdung wäre im Vergleich zur Radioaktivität von 1986 minimal. Schneider wird kritisiert, dass er aus politischen Gründen die Gefahren der Atomkraft übertreibt. In Deutschland wächst der Druck, stillgelegte Atomkraftwerke wieder ans Netz zu nehmen, was Schneider verhindern möchte.
Das ist passiert: Der deutsche Umweltminister der SPD hat Tschernobyl in der Ukraine besucht. Weil die Schutzhülle um den Havariereaktor nach einem Drohneneinschlag im letzten Jahr nicht mehr dicht ist, sprach Carsten Schneider von einer «ernsthaften Gefahr für Deutschland» (siehe hier).
Der Löli-Faktor: Seit 2019 überspannt eine Schutzhülle den Block 4 des ehemaligen Kernkraftwerks Tschernobyl. Denn nachdem man diesen Block nach der Atomkatastrophe vor 40 Jahren in einem «Sarkophag» aus Beton beerdigt hatte, gab es Bedenken, der Beton könnte undicht werden und es könnte erneut Radioaktivität austreten.
Doch im Februar 2025 traf eine russische Drohne die neue Schutzhülle und riss ein 15 Quadratmeter grosses Loch hinein. Die Hülle ist seither nicht mehr dicht. Es ist eine Reparatur vorgesehen, die angeblich mindestens 500 Millionen Franken kostet (siehe hier).

