Ganz knapp: →
Wasserstoff und Derivate wie Methanol und Ammoniak spielen laut der Landesregierung nur eine geringe Rolle für die Stromversorgung. Hohe Umwandlungsverluste und fehlende Speichermöglichkeiten verhindern die wirtschaftliche Nutzung von Power-to-X-Derivaten. Der Bundesrat empfiehlt stattdessen den Ausbau erneuerbarer Energien, den Bau neuer Kernkraftwerke und die Nutzung bestehender Speichertechnologien. Die ursprünglichen Hoffnungen auf synthetische Energieträger zur Lösung der Winterstromlücke werden von der Regierung zurückgewiesen.
Die Fakten: Die Landesregierung kommt in einem Bericht zum Schluss, dass Wasserstoff und seine Derivate wie Methanol oder Ammoniak für die Stromversorgung auf absehbare Zeit höchstens eine untergeordnete Rolle spielen. Sie sind schlicht zu teuer.
Warum das wichtig ist: Seit Jahren zeigen sich die Promotoren der Energiewende überzeugt, dass die Winterstromlücke künftig mit sogenannten synthetischen Energieträger gestopft werden könne. Man müsse nur überschüssigen Strom im Sommer in Wasserstoff, Methanol, Ammoniak usw. umwandeln (als Power-to-X bezeichnet) und im Winter dann rückverstromen. Der Bundesrat erteilt diesen Verheissungen nun eine Absage.
Das Zitat: «Aufgrund hoher Umwandlungsverluste, entsprechender Kosten sowie der bislang fehlenden systematischen Erkundung geeigneter geologischer Speicher in der Schweiz und langer Realisierungzeiträume ist ihr Beitrag im Schweizer Energiesystem für die Stromproduktion im Winter durch die saisonale Speicherung kurz- bis mittelfristig (...) beschränkt.» (Der Bundesrat zum Potenzial von Power-to-X-Derivaten, also synthetischen Energieträgern, siehe hier)
