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Bundesbauten: Verwaltung rechnet ihre Betriebskosten schön

Bundesbauten: Verwaltung rechnet ihre Betriebskosten schön
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Das BBL kann langfristige Bau- und Betriebskosten nicht zuverlässig schätzen, was die Grundlage für ökonomische Entscheidungen gefährdet. Die Betriebskosten der Bundesliegenschaften sind seit 2017 um über 80% gestiegen und belaufen sich auf über 90 Millionen Franken jährlich. Fehlendes Controlling und unzureichende Soll-Ist-Vergleiche verhindern eine genaue Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von Projekten. Architektonische Wünsche führen manchmal zu betrieblichen Einschränkungen und Mehrkosten. Das BBL plant Verbesserungen in der Datenerfassung und Analyse nach zwei Betriebsjahren, jedoch bleibt die Frage der Wirtschaftlichkeit offen.

Die Fakten: Das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) kann laut der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) nicht genau sagen, was seine Bau- und Sanierungsprojekte langfristig kosten. Die Betriebskosten-Schätzungen seien «nicht ausreichend zuverlässig». 

Warum das wichtig ist: Bei Bundesbauten entscheiden der Bundesrat und das Parlament anhand von Bau- und Betriebskosten über Milliardenkredite. Wenn die geschätzten Zahlen nicht stimmen, fehlt die Grundlage für wirtschaftliche Entscheide. 

 

Was die Prüfer der EFK fanden:

  • Die jährlichen Betriebskosten der Bundesliegenschaften belaufen sich inzwischen auf über 90 Millionen Franken.
  • Seit 2017 sind sie um mehr als 80 Prozent gestiegen. 
  • Das BBL kontrolliert nach Projektabschluss oft nicht, ob die versprochenen Ziele bei den Unterhaltskosten tatsächlich erreicht wurden. 
  • Es fehlen systematische Soll-Ist-Vergleiche. Damit bleibt unklar, welche Projekte wirtschaftlich waren – und welche nicht. 
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