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Brauchen wir unbeschränkte Zuwanderung, um die AHV zu finanzieren?

Brauchen wir unbeschränkte Zuwanderung, um die AHV zu finanzieren?
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Finanzierung der AHV ist umstritten und stark von Zuwanderung abhängig. Aktuelle Studien zeigen, dass ausländische Arbeitnehmer im Durchschnitt mehr in die AHV einzahlen, als sie Leistungen beziehen. Langfristig könnte sich das Verhältnis umkehren, wenn Zuwanderer älter werden und ihre Zahl nicht ausreichend nachwächst. Eine nachhaltige Lösung erfordert eine Überprüfung des Rentenalters und flexiblere Arbeitsmodelle für Senioren. Die Abhängigkeit von Migration ist als kurzfristige Lösung riskant und wird langfristige Probleme nicht beheben.

Zu den vielen umstrittenen Themen in Zusammenhang mit der Nachhaltigkeitsinitiative gehört die Finanzierung der AHV. Gegner der Initiative versuchen damit zu punkten, dass sie die Notwendigkeit der ungesteuerten Zuwanderung für die AHV betonen. Die Schweiz brauche junge Ausländer, welche immer älter werdende Schweizer über die 1. Säule finanzieren. Zwar wird es nicht mit diesen Worten gesagt, aber gemeint ist es so.
Diese Argumentation hat sich jetzt auch Bundesrätin Elisbeth Baume-Schneider zu eigen gemacht. Letzten Montag äusserte sie sich in einem Interview im Tagesanzeiger zu diesem Thema. Dabei verwies sie auf eine Studie des Bundesamtes für Sozialversicherungen, welche im Jahr 2023 unter dem Titel «Migration und Sozialversicherungen» publiziert wurde. Diese Studie zeige, so Baume-Schneider, dass die Schweizer Bevölkerung weniger in die AHV einzahle, als sie an Leistungen beziehe. Bei der ausländischen Bevölkerung sei es hingegen gerade umgekehrt. Diese Menschen zahlen mehr ein, als sie beziehen. und entlasten somit die Gesellschaft heute und auch noch 2070.