Ganz knapp: →
Tschernobyl führte offiziell zu 50 bis 60 gesicherten Todesfällen, widersprüchliche Schätzungen von Gegnern reichen bis zu einer Million. Atomgegner argumentieren, dass auch niedrige Strahlendosen gesundheitsschädlich seien, obwohl dafür keine wissenschaftlichen Belege existieren. Die Angst vor Strahlung nach Tschernobyl bremste den Ausbau der Kernenergie und förderte die Rückkehr zu fossilen Brennstoffen. Eine Studie schätzt, dass die Tschernobyl-Panik weltweit Millionen Lebensjahre durch Luftverschmutzung gekostet hat.
Die Fakten: Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor genau 40 Jahren verursachte nur einige Dutzend Todesfälle, die gesichert auf das Unglück zurückzuführen sind. Das hält Atomgegner nicht davon ab, bis heute schwindelerregend hohe Opferzahlen ins Spiel zu bringen. Von bis zu einer Million Todesopfern ist die Rede.
Warum das wichtig ist: Die Gegner der Kernenergie haben jedes Interesse, die Ereignisse von Tschernobyl als so drastisch wie möglich darzustellen. Nur so können sie ihre Behauptung aufrechterhalten, dass die Atomkraft unverantwortlich gefährlich sei. Dabei führen sie Hochrechnungen zu den Opferzahlen an, die geradezu absurd wirken.
Das Zitat: «Während die UN-Behörde von rund 4000 Todesfällen ausgehe, liege die tatsächliche Zahl bei mindestens 30’000 bis 60’000, erklärte die Europaabgeordnete der Grünen, Rebecca Harms, am Mittwoch in Hannover.» (Berichterstattung des deutschen «Tagesspiegels» über die Opferzahlen wegen Tschernobyl, 2006, siehe hier)

