Ganz knapp: →
Die Mediensprachkultur neigt zu schnellen und klischeehaften Kategorisierungen von Individuen, z.B. "Corona-Skeptiker" und "Putin-Versteher". Begriffe wie "Rechtsradikale" und "Demokratiefeinde" werden zur Diskreditierung genutzt. Kategorisierungen sind oft politisch gefärbt, wobei negative Begriffe bevorzugt für nicht-linke Individuen verwendet werden. Die Rolle von Experten und Faktencheckern wird kritisch hinterfragt.
Manchmal komme ich mir wie ein Ausserirdischer vor, wenn ich mit der heutigen (Massen-)Mediensprache konfrontiert werde …
Dass die Menschen – und vor allem die meisten Journalistinnen und Journalisten – sehr gerne sehr schnell andere Menschen (sprachlich) kategorisieren, wurde spätestens mit Beginn der Covid-Krise richtig auffällig. Oder wie viele sagen: «seit Corona», obwohl Corona-Viren schon seit Jahrzehnten, wenn nicht Jahrhunderten existieren.
Wie dem auch sei, plötzlich wimmelte es überall von «Corona-Skeptikern» oder «Corona-Leugnern» (obwohl die damit gemeinten Menschen die Existenz von Corona-Viren kaum leugneten, genau wie «Klimaleugner» kaum leugnen, dass es ein Klima gibt), «Querdenkern» (eigentlich eine durchaus interessante Bezeichnung) oder «Schwurblern» (irgendwie ein lustiger Begriff). Und natürlich waren – und sind spätestens seither – an jeder Ecke «Verschwörungstheoretiker» oder «Aluhüte» anzutreffen.
