Ganz knapp: →
Das Bundesamt für Energie bezahlt Suisse Eole 1,1 Millionen Franken, um Informationen über Windkraft im Wald zu erstellen. Die Finanzierung könnte gegen das Verbot von Abstimmungspropaganda verstoßen. Critic: Die Informationen von Suisse Eole sind nicht neutral, da sie ein Interessenverband sind. Eine bevorstehende Abstimmung könnte durch diese Subventionen beeinflusst werden. Der Bau von Windrädern im Wald erfordert erhebliche Rodungen und Infrastruktur.
Die Fakten: Das Bundesamt für Energie, das zum Departement von Bundesrat Albert Rösti (SVP) gehört, bezahlt Geld an den Lobbyverband Suisse Eole, damit dieser «Auswirkungen und Potenzial von Windenergieanlagen im Wald aufarbeiten und Informationsmaterial dazu erarbeiten» kann.
Warum das wichtig ist: Über Windräder im Wald wird demnächst abgestimmt. Denn letztes Jahr haben Windkraftgegner die «Waldschutz-Initaitive» eingereicht, die den Bau von Windrädern im Wald verbieten will (siehe hier). Von Suisse Eole sind aber keine neutralen Informationen zu erwarten. Die Subventionen aus dem Departement Rösti könnten gegen das Verbot verstossen, Abstimmungspropoaganda zu fördern.
Das Zitat: «Tiere und Fauna gewöhnen sich gut an Windenergieanlagen im Wald. Die Biodiversität kann sogar aufgewertet werden.» (Webseite von Suisse Eole, siehe hier)
