Ganz knapp: →
Aussprachepapier zur Trockenheit wird nächste Woche im Bundesrat präsentiert. Bundesrat plant keine neue Klimapolitik, sondern Anpassungsmaßnahmen an die Trockenheit, insbesondere in Landwirtschaft und Städten. SP und Grüne nutzen den Sommer, um zusätzliche Maßnahmen gegen den Klimawandel zu fordern. Bundesrat möchte Forderungen der linken Parteien ausbremsen und bleibt bei den bestehenden Klimazielen. Der Einfluss der Schweiz auf die globalen Treibhausgasemissionen ist gering; große Emittenten machen nicht mit.
Die Fakten: Am nächsten Mittwoch kommt ein Aussprachepapier zur «Trockenheit» dieses Sommers in den Bundesrat. Klar ist bereits, dass es darin nicht um eine neue Klimapolitik geht, wie man es sich bei SP und Grünen wünscht.
Warum das wichtig ist: Die Sommerhitze ist zwar vorbei, die hitzigen Politikergemüter legen erst gerade los: SP und Grüne wollen den warmen Sommer für einen Vorwahlkampf nutzen. Sie fordern Massnahmen zur weiteren Reduktion des Treibhausgasausstosses, auch wenn dies am Klimawandel nichts ändern würde.
In (vorläufigen) Zahlen:
- Juli 2026: Landesweit fiel nur rund die Hälfte des üblichen Niederschlags. Es war insgesamt der siebttrockenste seit Messbeginn.
- August 2026 (erste Monatshälfte): Die erste Augusthälfte war viel zu trocken mit einem Defizit von rund 66 Prozent, und deutlich zu sonnig (Überschuss von rund 30 %).
Die Details: Vor zehn Tagen gab der Bundesrat Albert Rösti den Auftrag, Massnahmen gegen die Trockenheit auszuarbeiten. Einbezogen werden auch Bundesämter aus anderen Departementen, namentlich aus dem Innendepartement von Elisabeth Baume-Schneider. Nächste Woche kommt ein Aussprachepapier in den Bundesrat, auf dessen Grundlage dann ein Massnahmenpaket ausgearbeitet werden soll. Dabei geht es jedoch (bewusst) nicht um die «Hitze», sondern um die «Trockenheit» in diesem Sommer. Bei den Massnahmen handelt es sich offenbar weitgehend um Anpassungen an den Klimawandel – in Städten, Agglomerationen und vor allem in der Landwirtschaft.
