Ganz knapp: →
715 Millionen Afrikanerinnen und Afrikaner denken über Auswanderung nach, 229 Millionen wollen nach Europa. 45% der Befragten im «Afrobarometer» denken gelegentlich nach, ein Viertel sehr oft. Hauptgründe für Auswandern sind Arbeitssuche (50%) und finanzielle Schwierigkeiten (29%). Regionale Unterschiede: Hoher Wunsch nach Migration nach Europa in Nordafrika (49%) und Westafrika (39%). Mehrheit der Migranten bleibt zunächst in Afrika; wirtschaftliche Entwicklung kann initial zu mehr Migration führen. Europa hat nur begrenzte Kapazitäten zur Aufnahme, erfordert kontrollierte Migrationspolitik und Rückführungen.
Die Fakten: Rund 715 Millionen Menschen in Afrika denken wenigstens gelegentlich über das Auswandern nach: 229 Millionen davon würden am liebsten nach Europa, wie aus dem neuen «Afrobarometer» hervorgeht – und die Tendenz steigt.
Warum das wichtig ist: Knapp 230 Millionen Menschen entsprechen ungefähr der Hälfte der gesamten EU‑Bevölkerung. Während der vergangenen zehn Jahre haben die europäischen Länder rund 25 bis 35 Millionen Menschen aus anderen Kontinenten aufgenommen. Entsprechend müsste die Gesamtzahl der jährlichen Migranten deutlich erhöht werden, um den afrikanischen Migrationswünschen gerecht zu werden.
